Auf der Suche nach einem kleinen und schnellen Zweitbetriebssystem für mein Netbook Asus 1005HA-H bin ich auf xPUD gestoßen.

Nicht dass ich unzufrieden mit meinem Ubuntu-Remix bin, aber ich wollte nicht ständig ein komplettes Betriebssystem mit allem drum und dran starten, wenn ich doch nur kurz etwas im Internet recherchieren will.

Als erstes kam mir Google Chrome OS, auch „Google Chrome Operating System" genannt, in den Sinn.


Die Idee, dass nur ein Browser gestartet wird, gefällt mir sehr gut.




Dieses OS hatte ich schon in einer VMware getestet, welches ich als VMware Image von der DVD des Linux-Magazins 02/10 hatte. Ich fand es nicht schlecht und da ich nichts gegen Google habe, ich weiß, dass sich hier die Geister scheiden, hatte ich mich dann auf die Suche gemacht. Die Seite war dank Google-Suche schnell gefunden. Wer hätte das gedacht?

Allerdings gibt es dort kein ISO oder Image zum herunterladen, sondern man darf sich das Betriebssystem selber kompilieren. So viel Aufwand betreiben, nur damit ich mal schnell ins Internet kann? Nein danke! Das fertige Betriebssystem soll ja erst im Herbst diesen Jahres erscheinen.

Es gibt einige kleine Distributionen für Netbooks, allerdings sind diese mit einer vollständigen Desktopumgebung ausgestattet, die für meinen Zweck nicht geeignet sind. Meiner Vorstellung am nächsten kommt daher xPUD.


Diese Distribution bootet in 10 Sekunden (HDD Installation) und ist danach sofort einsatzbereit.


Ich habe mir die 64MB große ISO Datei von der xPUD Website herunter geladen und mit dem LiveUSB-Creator für Linux auf meine SD-Karte installiert.


Damit das Betriebssystem auch von der SD-Karte startet, musste ich erst im BIOS meines Netbooks die Bootreihenfolge ändern. Zudem musste ich überprüfen, ob nicht mal wieder mein WLAN deaktiviert war. Das kommt des öfteren vor, wenn ich andere Betriebssystem teste.


Nach dem Start von der SD-Karte erscheint ein Menü zur Sprachauswahl. Danach bootet das System schnell in die eigentliche Umgebung.


Das Betriebssystem besteht nur aus den 3 Komponenten Firefox Webbrowser, Terminal Emulator und einem Media Player (gnome-mplayer) und kann durch weitere Programme, wie z.B Dropbox, Skype, Pidgin oder Open Office nachträglich erweitert werden.




Wem Firefox als Browser nicht gefällt, kann sich die ISO Version mit dem integrierten Google Browser Chrome installieren.


Auf der Startseite kann zuerst die WLAN-Verbindung eingerichtet werden.


Dies funktionierte bei meinem Netbook ohne Probleme.





Damit xPUD diese Einstellung auch beim nächsten Start nicht vergisst, sollte die Konfiguration beim Abmelden oder in den Backupeinstellungen gespeichert werden.


Auch Firefox-Erweiterungen, die nachträglich installiert werden können, werden in die Konfiguration geschrieben. Diese Konfigurationseinstellungen lädt xPUD beim Starten automatisch.



Demnächst werde ich versuchen das Betriebssystem neben meinem Ubuntu zu installieren. Dafür muss ein Eintrag in Grub2 erstellt werden. Allerdings wird dieser Eintrag von Gub2 nicht erkannt bzw. überschrieben. 



Fazit: Ein schlankes Betriebssystem, welches sich schnell und einfach installieren lässt. Eine einfache Surfstation ohne irgendwelchen Schnickschnack.


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