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Dateien sicher verschicken mit der Passwortkarte

Vor langer Zeit hat mir ein Datenschutzbeauftragter gezeigt, wie einfach es ist Dateien sicher per E-Mail zu verschicken. Es muss nicht immer etwas installiert werden, wie z.B. GPG. Es geht auch einfacher.

Die Passwortkarte von SAVERNOVA  lässt sich direkt online generieren und kann mit einem Drucker ausgedruckt und danach ausgeschnitten werden. Jede generierte Karte ist ein Einzelstück. Praktischerweise passt die Passwortkarte in jede Brieftasche, da diese nur die Größe einer Bankkarte hat. 

Wie funktioniert die Passwortkarte?

Die SAVERNOVA Passwortkarte besteht aus 22 Spalten und 11 Zeilen mit Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen.

Um jetzt ein neues Passwort zu erstellen, geht man wie folgt vor. Zuerst wird festgelegt, wie lang das Passwort werden soll. Ich wähle eine Passwortlänge von 8 Zeichen und lege den Startbuchstaben "D" fest.

Nun lege ich noch eine Zeile fest. Ich nehme die 9. Daraus ergibt sich dann folgendes Passwort: 6 H S E c a d t

Auf diesem Weg kann ich Passwörter beliebiger Länge erstellen. Ich muss mir nur merken mit welchen Buchstaben ich angefangen und welche Zeile ich ausgewählt habe. Natürlich kann ich das Ganze auch anders herummachen. Also anstatt die Buchstaben als Passwortlänge zu wählen, nehme ich die Zahlen. Allerdings kann dann das längste Passwort nur aus höchstens 11 Zeichen bestehen.

Jetzt habe ich ein Passwort erstellt, aber wie verschicke ich damit nun Dateien?

Bevor das nun funktioniert, braucht mein Gegenüber natürlich auch eine Kopie dieser Passwortkarte. Die kann ich persönlich abgeben oder per Brief oder per Fax verschicken. Klingt zwar altmodisch im digitalen Zeitalter, aber es ist sicherer als die Passwortkarte per E-Mail zu verschicken.

Jetzt ist alles vorbereitet und ich will nun endlich Dateien sicher verschicken.

Ich habe z.B. eine Word- bzw. OpenOffice Datei, die wichtige Informationen enthält und nur für meine Person gegenüber bestimmt ist. Diese Datei komprimiere ich mit z.B. 7-Zip und vergebe mit dem Programm das vorher gewählte Passwort. Jetzt wird die verschlüsselte und komprimierte Datei meinem Gegenüber per E-Mail zugeschickt. Fast fertig!

Damit die komprimierte Datei auch wieder entpackt werden kann, muss ich meinem Gegenüber ja den geheimen Code mitteilen. Entweder per Telefon oder auch per E-Mail.

Das könnte in etwa so aussehen.

Hallo Gegenüber!

Hier der Code. 9D8

Gruß

D.h. jetzt in diesem Beispiel: Zeile 9, Startbuchstabe "D" und 8 Zeichen lang.

Nochmal schnell zusammengefasst.

  • Startbuchstaben auswählen als Ausgangspunkt des Passworts.
  • Länge des Passworts und Zeile festlegen.

Natürlich können mit der Passwortkarte auch Passwörter für Onlinezugänge erstellt werden. Damit man weiß für welchen Dienst welches Passwort ist, kann man sich auf der Rückseite der Karte z.B. folgendes notieren:

3) E-Mail

5) Zugangsdaten für Internet.

Hier entsprechen 3) und 5) der Zeile 3 und 5 auf der Passwortkarte.

Wenn für ein Passwort Sonderzeichen gebraucht werden, dann wird einfach noch der Secure Code zum bisherigen Passwort hinzugefügt. Auf meiner Karte ist der Secure Code 7)

Leider lässt sich der Dienst von Savernova zurzeit nicht nutzen. Der Dienst ist wieder verfügbar.

"No cards available at the moment! Please try later again."

Aber zum Glück gibt es dazu auch Alternativen, wie die Seite meine-passwortkarte.de https://www.sicher-im-netz.de/dsin-passwortkarte-1 oder passwordcard.org.

Die Passwortkarte auf der Seite passwordcard.org ist etwas anders gestaltet. Es werden Sonderzeichen und Farben als Merkhilfen benutzt.

Die Funktion ist aber dennoch bei allen gleich.